Heiho,

da hab ich doch tatsächlich am Wochenende Zeit gefunden, eine weitere Partie Endless Legend anzuspielen.

Mit den Vaulters kenn ich mich ja schon einigermaßen aus, daher habe ich diesmal eine ander Rasse gewählt. Wie das Thema des Beitrags schon erahnen lässt…es sind die Nekrophagen. Ein etwa Mensch-großes Insektenvolk, dass sich von Aas ernährt.

Sie sind miese Bauern, bekommen daher von allen Geländefeldern um ihre Städte herum -1 auf Nahrungsressourcen. Dafür sammeln sie fleißig alle Körper der Gefallenen nach Schlachten ein und alle 8 Körper bekommt man einen Nahrungsvorrat, den man auf eine seiner Städte verteilen kann, damit diese schneller wächst. Also immer fleißig für Nachschub sorgen ist das Motto.

Tatsächlich sind die Nekrophagen ziemlich auf Krieg angewiesen, da sie nur rudimentär mit anderen Rassen Diplomatische Beziehungen eingehen können und daher langfristig in der friedlichen Entwicklung einfach zurückfallen werden.

Rudimentär heißt in dem Fall, soweit ich das verstanden habe: Krieg, Waffenstillstand, Kompliment machen, Warnung aussprechen. So in Etwa 🙂

Jedenfalls, da ich im letzten Spiel auf dem drittletzten Schwierigkeitsgrad recht gut durchgekommen bin, hab ich diesmal auf dem vorletzten gestartet. Der nennt sich “unmöglich”. Da ich die Nekrophagen noch nie gespielt habe, gehe ich davon aus, dass ich ziemlich deutlich untergehen werde, aber das letzte Spiel hat gezeigt, dass ein leichter Sieg, ein langweiliger Sieg ist.

Also lieber dreimal verloren und dann knapp gewonnen ist das Motto!

Ich habe also gestartet und einen recht guten Startplatz erwischt. Viel Land zum ausbreiten, ohne direkt kämpfen zu müssen. Ich gehe davon aus, dass auf unmöglich die Gegner zu Beginn zu stark sind.

Kurz und knapp, ich breite mich friedlich aus, überfalle mit meiner Armee die umliegenden Dörfer der Nebenfraktionen und züchte mir mit meinem Wucherer auch noch einige neue Truppen. Wucherer ist eine Einheit der Nekrophagen, die wie ein großer, häßlicher Wurm aussieht und auf Distanz angreift. Ich denke er spuckt.
Die getroffenen Einheiten werden von ihm infiziert und wenn sie am Ende der Schlacht gefallen sein sollten, dann entwickelt sich aus ihrem infizierten Körper eine neue Einheit für die Nekrophagenarmee. Hm, ich glaube die neue Einheit schlüpft aus der gefallenen, denn die Körper zählen wohl noch zu dem Nahrungsvorrat. Bin mir aber nicht ganz sicher, muss ich mal drauf achten.

Jedenfalls kann man so schnell eine große Armee an Einheiten erschaffen, die im frühen Spiel auch gar net schlecht sind. Leider lassen sie sich nicht aufrüsten, so dass ihr Nutzen im weiteren Spielverlauf stark abnimmt.

(Wenn der Artikel etwas unzusammenhängend klingt, liegt das daran, dass ich immer zwischen zwei Rechnungen weiterschreibe… 😉

So, ich hab mich also friedlich ausgebreitet, meine Wirtschaft ausgebaut und auch ne passable Forschung hinbekommen, so dass ich nicht zu weit hinter dem Gegner zurückgefallen bin. Zudem habe ich die Quests der Nekrophagen weiter verfolgt, bis an die Stelle, wo ich zwei Helden auf dem Markt kaufen soll und in den Krieg ziehen.
Das passt mir zeitlich recht gut, das wäre eh mein nächster Schritt. Ich kaufe also einen Helden und spare für den zweiten, da trippelt doch tatsächlich ein Siedler über mein Land und will das letzte Stück Land genau zwischen meinen Ländereien besiedeln! Sowas unverschämtes. Naja, wir haben keinen Friedensvertrag, ich kann die Einheit einfach auffressen. Also hetze ich meine Truppen drauf und reiße sie in Stücke. Kurz darauf meldet sich ein diplomatischer Gesandter des Händlervolkes und beschimpft mich aufs übelste. Das war sein Siedler, ich bin ein kriegsliebendes böses Monster und so und er schließt mich jetzt aus dem globalen Handelsnetz aus…äh, huch, kann der das? Darf der das?? Das kam jetzt überraschend!

Ich kucke nach und ja, das ist die Sonderfähigkeit des Händlervolkes. Naja, wird schon nicht so dramatisch sein, mal kucken, was es kostet ihn wieder zu besänftigen…ohoh, wenn ich ihm all meine Technologien und all meine Ressourcen und Gold im Gegenzug anbiete, dann reicht das nicht mal auf halben Wege!!! Fuuu!!

Damit ist eins klar…zwei klar…erstens, ich muss jetzt in den Krieg ziehen und mir meinen Weg durchkämpfen, bis zu diesem Händlerheini und mal unter vier Augen mit ihm sprechen…und zweitens, ich kann erst mal meine Quest nicht erfüllen, weil mir ein Held vom Markt fehlt, auf den ich nun keinen Zugriff mehr habe. Hätte ich nicht erst den Helden kaufen und dann den Siedler verspeisen können? Hätte ich…aber damit hab ich einfach nicht gerechnet. Verdammter Händler!

So, das ist jetzt quasi der Stand. Ich hab zwei Armeen, die zwar gut, aber nicht super fortschrittlich ausgestattet sind und werde demnächst meinen nächstbesten Nachbarn angreifen und ab jetzt nur noch Militär forschen und versuchen die Welt mit meinem Schwarm zu bevölkern. Mal sehen, ob ich bei der ersten großen Schlacht aufgerieben werde, weil der Gegner viel stärkere Waffen hat, oder ob ich siegreich bin und dann geht’s ab… :o)